Wenn einer eine Reise tut...
... beginnt's erstmal mit Tränen. Ja, irgenwie hat's mich dann doch überrascht, wie schnell das alles
mit Grenoble gegangen ist.
Erst auf dem Bahnsteig in Frankfurt merk ich so richtig, dass es jetzt heißt Abschied zu nehmen...
Mit einem Monster von einem Koffer versperre ich die Eingangstür und will eigentlich gar nicht einsteigen. Da ist das Gefühl, so plötzlich, wie sonst nur auf ner kurzen Reise, alles hinter sich lassen zu müssen. Und dann ist die Tür zu und alles bleibt zurück und wird immer kleiner.
Ich lenke mich mit Isaac Asimovs "Forward the Foundation" ab, und werde müde vom Sitzen. Irgendwie mischen sich auf ganz seltsame Weise die Gedanken an Freundin und Familie, an Rosbach, Darmstadt, Griesheim, an Grenoble und daran, wie es wohl werden wird, mit dem Buch und der Zugfahrt und ich träume wirres Zeug. Irgendwie wie in Erich Kästners Emil und die Detektive.
Der Zugbegleiter dreht durch, weil der Zug irgendwie mehrfach umgeleitet werden soll. Und er nicht mehr durch seine Fahrtinformationen durchblickt. Zwischendurch sagt er durch: "(Klick, Rauschen) ... Sehr verehrte Fahrgäste ... (laaaange Pause) ... (Klick)" Ja, bei so viel Freundlichkeit wurde mir dann doch ein bisschen warm ums Herz. Nach weiteren 10 Minuten hatte er sich gefangen, lachte noch ein bisschen und sagte durch, dass es nun doch über Offenburg gehen würde.
In Basel SBB angekommen dachte ich wie ca. eine Million andere Fahrgäste, dass 7 Minuten für den Anschluss sauknapp sind, wenn man nicht mal weiß, wo man ankommt. Irgendwie hat's aber auch geklappt, und ich war, als die Durchsage "... Prochain arrêt: Genève, ... Nächster Halt: Genf" kam, erleichtert, dass ich nicht auf eine Gleisumlegung hereingefallen war (Ein Beileid an die Passagiere und meine Herzlichen Glückwünsche an die Deutsche Bahn für die Aktion auf dem Frankfurter Hauptbahnhof, wo hintereinander aus total unerfindlichen Gründen die Züge von Gleis 6 auf Gleis 7 verlegt wurden und umgekehrt).
Genf war dann wieder sehr komisch. Eine Sache, die ich auf einem Bahnhof noch nie gesehen hatte (es lebe Schengen!): Passkontrollen.
Eine lange Schlange hatte sich vor Gleis 7 "Départ France" gebildet und wird wurden durch einen Tunnel geführt, in dem wir zweimal die Pässe vorzeigen mussten und dann auf den Bahnsteig durften. Ganz großes Tennis.
Endlich zurück in der EU hatte ich dann die Ehre mit der Bimmelbahn ca. 200 km zurückzulegen. War aber gar nicht so schlimm. Bequem war's und schön ruhig, so dass ich weiter Asimov lesen konnte.
In Grenoble ging's dann los: Es ist ja nicht so, dass ich mich nicht vorbereitet hätte... aber es wäre schon schlau gewesen, vorher herausgesucht zu haben, mit welcher Tram oder welchem Bus man wohin will. Ich suche im Stadtplan und finde "Ave. des Jeux Olympiques" ... nächste Haltestelle "Paul C...irgenwas" und fahre mit dem Bus...
Bin ich, an der Haltestelle angekommen, herausfinde, dass es das falsche Ende der Straße ist.
Naja. Muss man mit leben. Es gibt schlimmeres, z.B. in den falschen Flieger zu steigen und auf einem anderen Kontinent rauszukommen.
Angekommen am Wohnheim (mit gefühlten 2 Stunden Verspätung) erlebe ich die Ernüchterung:
Die 275 € teure Kammer ("Chambre" muss wohl wörtlich übersetzt werden) kommt auf ihre 11 m² nur, wenn man die Schränke und wahrscheinlich alle Einlegebretter mitrechnet. Das ist bitter, wo doch meine alte Wohnung die doppelte Wohnfläche für 240 € geboten hat.
Aber zum Glück stehe ich ja auf der Warteliste für die renovierten Zimmer... kosten ja nur 150 € mehr.
Nach einigem Suchen und experimentieren, stelle ich fest, dass ich, am offenen Fenster stehend, den Laptop auf dem Arm tragend, tatsächlich 1 MBit/s WLAN habe. Wird also auch noch teurer, weil man sich nen Anschluss aufs Zimmer legen lassen muss.
Naja, irgendwie hatte ich mir das besser vorgestellt. Aber dann kann's ja eigentlich nur noch besser werden...
mit Grenoble gegangen ist.
Erst auf dem Bahnsteig in Frankfurt merk ich so richtig, dass es jetzt heißt Abschied zu nehmen...
Mit einem Monster von einem Koffer versperre ich die Eingangstür und will eigentlich gar nicht einsteigen. Da ist das Gefühl, so plötzlich, wie sonst nur auf ner kurzen Reise, alles hinter sich lassen zu müssen. Und dann ist die Tür zu und alles bleibt zurück und wird immer kleiner.
Ich lenke mich mit Isaac Asimovs "Forward the Foundation" ab, und werde müde vom Sitzen. Irgendwie mischen sich auf ganz seltsame Weise die Gedanken an Freundin und Familie, an Rosbach, Darmstadt, Griesheim, an Grenoble und daran, wie es wohl werden wird, mit dem Buch und der Zugfahrt und ich träume wirres Zeug. Irgendwie wie in Erich Kästners Emil und die Detektive.
Der Zugbegleiter dreht durch, weil der Zug irgendwie mehrfach umgeleitet werden soll. Und er nicht mehr durch seine Fahrtinformationen durchblickt. Zwischendurch sagt er durch: "(Klick, Rauschen) ... Sehr verehrte Fahrgäste ... (laaaange Pause) ... (Klick)" Ja, bei so viel Freundlichkeit wurde mir dann doch ein bisschen warm ums Herz. Nach weiteren 10 Minuten hatte er sich gefangen, lachte noch ein bisschen und sagte durch, dass es nun doch über Offenburg gehen würde.
In Basel SBB angekommen dachte ich wie ca. eine Million andere Fahrgäste, dass 7 Minuten für den Anschluss sauknapp sind, wenn man nicht mal weiß, wo man ankommt. Irgendwie hat's aber auch geklappt, und ich war, als die Durchsage "... Prochain arrêt: Genève, ... Nächster Halt: Genf" kam, erleichtert, dass ich nicht auf eine Gleisumlegung hereingefallen war (Ein Beileid an die Passagiere und meine Herzlichen Glückwünsche an die Deutsche Bahn für die Aktion auf dem Frankfurter Hauptbahnhof, wo hintereinander aus total unerfindlichen Gründen die Züge von Gleis 6 auf Gleis 7 verlegt wurden und umgekehrt).
Genf war dann wieder sehr komisch. Eine Sache, die ich auf einem Bahnhof noch nie gesehen hatte (es lebe Schengen!): Passkontrollen.
Eine lange Schlange hatte sich vor Gleis 7 "Départ France" gebildet und wird wurden durch einen Tunnel geführt, in dem wir zweimal die Pässe vorzeigen mussten und dann auf den Bahnsteig durften. Ganz großes Tennis.
Endlich zurück in der EU hatte ich dann die Ehre mit der Bimmelbahn ca. 200 km zurückzulegen. War aber gar nicht so schlimm. Bequem war's und schön ruhig, so dass ich weiter Asimov lesen konnte.
In Grenoble ging's dann los: Es ist ja nicht so, dass ich mich nicht vorbereitet hätte... aber es wäre schon schlau gewesen, vorher herausgesucht zu haben, mit welcher Tram oder welchem Bus man wohin will. Ich suche im Stadtplan und finde "Ave. des Jeux Olympiques" ... nächste Haltestelle "Paul C...irgenwas" und fahre mit dem Bus...
Bin ich, an der Haltestelle angekommen, herausfinde, dass es das falsche Ende der Straße ist.
Naja. Muss man mit leben. Es gibt schlimmeres, z.B. in den falschen Flieger zu steigen und auf einem anderen Kontinent rauszukommen.
Angekommen am Wohnheim (mit gefühlten 2 Stunden Verspätung) erlebe ich die Ernüchterung:
Die 275 € teure Kammer ("Chambre" muss wohl wörtlich übersetzt werden) kommt auf ihre 11 m² nur, wenn man die Schränke und wahrscheinlich alle Einlegebretter mitrechnet. Das ist bitter, wo doch meine alte Wohnung die doppelte Wohnfläche für 240 € geboten hat.
Aber zum Glück stehe ich ja auf der Warteliste für die renovierten Zimmer... kosten ja nur 150 € mehr.
Nach einigem Suchen und experimentieren, stelle ich fest, dass ich, am offenen Fenster stehend, den Laptop auf dem Arm tragend, tatsächlich 1 MBit/s WLAN habe. Wird also auch noch teurer, weil man sich nen Anschluss aufs Zimmer legen lassen muss.
Naja, irgendwie hatte ich mir das besser vorgestellt. Aber dann kann's ja eigentlich nur noch besser werden...


















