Weit und breit keine Streikbrecher
Ouf, mittendrin im Klausurenstress und -chaos. Wie seltsam umständlich ein einfacher Posterausdruck werden kann, habe ich heute erlebt: Letzte Korrektur meinerseits um 22 Uhr losgeschickt. Antwort um 0:46 Uhr, wo ich natürlich nicht mehr nach Mails schaue.
Am nächsten Morgen dann: Wie? Nicht mehr gelesen? Doof. Hast du denn den Laptop dabei, ums zu ändern? Nein? Oh.
Naja, kann natürlich passieren. Wenn dann noch das verwendete Programm (Scribus) mal eben zwischen Version 1.3.4 und 1.3.5 das Dateiformat ändert, muss man ewig frickeln, dass es überhaupt geht. Ahhh!
Genau eine Minute vor Vorstellungstermin stürze ich also mit dem endlich, endlich fertigen Plakat in den Raum. Was ist, wenn du in dich gehst und keiner ist da? Und was ist, wenn du der einzige deiner Gruppe bist, bei der Vorstellung?
Nach fünf Minuten trudeln Corentin und Lutz dann ein. Ebenfalls mit einem Poster, das aber mit einer Schneidemaschine zugeschnitten wurde. Ich finde, meines sieht schöner aus. Da habe ich die Schnittkanten mit meiner eigenen Hände Arbeit gemacht.
Als es fertig ist, denke ich mir: Halb so schlimm gewesen. Andererseits kenne ich meine Note noch nicht. Und während in Darmstadt mein Gefühl meist schlechter als das eigentliche Ergebnis war, tendiert es hier zum Gegenteil.
Die morgige Klausur Physico-chimie des Matériaux macht es nicht besser: runde 200 Seiten Blätterwirtschaft mit sehr wechselhafter Erklärungsdichte. Und das alles (Fehlstellen und ihre Ausbreitung im Kontinuum sowie Eigenschaften, Anwendung und Erstellung von Phasendiagrammen) in einer zweieinhalb Stunden-Klausur? Mmmm, bei Cristallographie, Statistischer Physik und Nanophysik war ja schon eine seltsam große Lücke zwischen angebotener Vorbereitung (Vorlesung und Übungsmaterial) und der tatsächlichen Klausur aufgetreten. Was dann physico-chimie bringen mag, will ich gar nicht wissen...
Ach und wie war das mit den Streiks? Im Allgemeinen können die ÖPNV-Mitarbeiter streiken, soviel und wann sie wollen. Nur, wenn ich kein Fahrrad habe und wegen der Klausuren auf Pünktlichkeit angewiesen bin, fängt es schon an zu nerven. Denn: Seit drei Wochen geht es so! Bestreikt wird jede Linie zwischen 8 und 9:30 Uhr und zwischen 16 und 18 Uhr. Als Tagesmenü wird dann, vollkommen unangekündigt, jeden Tag eine Linie komplett bestreikt.
Und da komme ich dann in einen Gewissenskonflikt: Eigentlich befürworte ich Arbeitskampf, insbesondere wenn er gegen Lohnkürzungen und Stellenstreichungen geht. Aber verdammt nochmal: Könnt ihr das nicht so machen, dass ich nicht anderthalb Stunden vor der Klausur losfahren muss???
Am nächsten Morgen dann: Wie? Nicht mehr gelesen? Doof. Hast du denn den Laptop dabei, ums zu ändern? Nein? Oh.
Naja, kann natürlich passieren. Wenn dann noch das verwendete Programm (Scribus) mal eben zwischen Version 1.3.4 und 1.3.5 das Dateiformat ändert, muss man ewig frickeln, dass es überhaupt geht. Ahhh!
Genau eine Minute vor Vorstellungstermin stürze ich also mit dem endlich, endlich fertigen Plakat in den Raum. Was ist, wenn du in dich gehst und keiner ist da? Und was ist, wenn du der einzige deiner Gruppe bist, bei der Vorstellung?
Nach fünf Minuten trudeln Corentin und Lutz dann ein. Ebenfalls mit einem Poster, das aber mit einer Schneidemaschine zugeschnitten wurde. Ich finde, meines sieht schöner aus. Da habe ich die Schnittkanten mit meiner eigenen Hände Arbeit gemacht.
Als es fertig ist, denke ich mir: Halb so schlimm gewesen. Andererseits kenne ich meine Note noch nicht. Und während in Darmstadt mein Gefühl meist schlechter als das eigentliche Ergebnis war, tendiert es hier zum Gegenteil.
Die morgige Klausur Physico-chimie des Matériaux macht es nicht besser: runde 200 Seiten Blätterwirtschaft mit sehr wechselhafter Erklärungsdichte. Und das alles (Fehlstellen und ihre Ausbreitung im Kontinuum sowie Eigenschaften, Anwendung und Erstellung von Phasendiagrammen) in einer zweieinhalb Stunden-Klausur? Mmmm, bei Cristallographie, Statistischer Physik und Nanophysik war ja schon eine seltsam große Lücke zwischen angebotener Vorbereitung (Vorlesung und Übungsmaterial) und der tatsächlichen Klausur aufgetreten. Was dann physico-chimie bringen mag, will ich gar nicht wissen...
Ach und wie war das mit den Streiks? Im Allgemeinen können die ÖPNV-Mitarbeiter streiken, soviel und wann sie wollen. Nur, wenn ich kein Fahrrad habe und wegen der Klausuren auf Pünktlichkeit angewiesen bin, fängt es schon an zu nerven. Denn: Seit drei Wochen geht es so! Bestreikt wird jede Linie zwischen 8 und 9:30 Uhr und zwischen 16 und 18 Uhr. Als Tagesmenü wird dann, vollkommen unangekündigt, jeden Tag eine Linie komplett bestreikt.
Und da komme ich dann in einen Gewissenskonflikt: Eigentlich befürworte ich Arbeitskampf, insbesondere wenn er gegen Lohnkürzungen und Stellenstreichungen geht. Aber verdammt nochmal: Könnt ihr das nicht so machen, dass ich nicht anderthalb Stunden vor der Klausur losfahren muss???


















