Britische Banken

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Saturday, March 20. 2010
Southampton
Well, well ... erfahren im Ausland wie ich nun mal bin, hatte ich mich gleich am ersten Wochenende in Southampton nach einem Bankkonto erkundigt. Während man früher vielleicht mal ein Pferd oder einen Sack Gold zum Reisen brauchte, ist es heute eher ein Bankkonto plus Bankkarte. Sie haben uns! In ihrer Tasche haben sie uns, die Banken. Dass sie einen in Großbritannien noch tiefer in der Tasche haben als in Europa, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.

"You will need to bring a statement of your former bank with your address on it", sagte die Mitarbeiterin der Bank, bei der ich mit meinem Vater aufschlug. Statement? Eine Erklärung? Alles klar, da rufe ich bei meiner Bank an, die machen mir das bestimmt fertig.

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Der Scheideweg der Parti Socialiste

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Monday, November 2. 2009
Grenoble
Es ist ein verregneter Mittwoch, an dem ich mich mit dem Rad zum Messegelände Alpexpo in Grenoble aufmache. Wie ein Geheimtreffen mutet es mir an: Kleine
Plakate mit der Rose darauf weisen den Weg von der Bushaltestelle zum
Konferenzzentrum. Ein Mann vom Sicherheitsdienst, vermutlich ein nordafrikanischer Einwanderer, zeigt mir lächelnd einen Fahrradständer, der überdacht ist. Eine Rose hier, eine Rose da.

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Besançon

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Saturday, March 21. 2009
Grenoble
Du meine Güte ist 7:44 Uhr an einem Sonntag früh. Und das beste: Das ist nicht die Zeit, zu der ich am Bansteig sein muss, sondern nur die, die auf der Fahrkarte steht. Beim Blick auf die Anzeigetafel im Bahnhof fällt nämlich auf: Der Zug ist schon für 7:41 Uhr angezeigt. Mal gut, dass ich mit dem Fahrrad gefahren und überpünktlich angekommen bin. Nur 4 Stunden im Zug trennen mich von Besançon an diesem Morgen in Grenoble.

Ich sollte wohl häufiger Zugfahren, denn hier bringe ich mein Praktikumsheft in Ordnung und lese so viel in meinen Unterlagen wie sonst in einer ganzen Woche nicht. Zumindest dem Gefühl nach ;)

Angekommen in Besançon treffe ich Anna am Bahnhof. Sie ist seit Februar in Dijon, was ja im Vergleich zu meiner Reise nur einen Katzensprung von etwa einer Stunde mit der Bimmelbahn entfernt liegt. Da Josephine noch nicht da ist, suchen wir erstmal ein Café. Das vom Bahnhofsausgang aus gesehen erste Café entpuppt sich als schummrig und ausgestorben. Wenig sympatisch also, aber ebenso drehen wir uns auf der Schwelle rum und gehen wieder. Mann, hat die Bedienung komisch geschaut...



Mit der Tür im Rücken kann man nun das Café im Bahnhof sehen. Viel sympatischer komischerweise. Naja. Während wir über alte und Studienzeiten sprechen, taucht endlich Josephine auf. Sie hat es von Göttingen hierher verschlagen, es ist aber ihr letztes Wochenende.

Und so machen wir uns auf in die Stadt. Vorbei an viel Grün (das fehlt mir so in Grenoble, sogar die Berge sind grau...) an den Fluss Doubs. Es wirkt alles ein bisschen verschlafen, aber es ist Sonntag und noch nicht Sommer. Wer weiß, wie es da sonst ausschaut.

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Die erste Semesterwoche des E-Technikers

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Friday, February 6. 2009
Grenoble
Freitag abend und ich blicke zurück auf eine interessante Woche: Meine erste erste Woche in einem neuen Semester in Grenoble.
Eine leise Stimme in meinem Kopf sagt: Die Normalität hat dich eingeholt. Ein gutes Gefühl, zumal es am Montag erst nachmittags mit Sport losging. Und da war dieses vertraute Gefühl, dass mich abends zuvor den Wecker im allerbesten Vorsatz auf 8 Uhr stellen und mich dann trotzdem bis zwölf schlafen lässt. Ich bin faul.
 

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Salle Blanche

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Saturday, January 31. 2009
Grenoble
Hinein

Was auf den ersten Blick anmutet wie eine Mischung aus Schlachthaus und Raumstation, entpuppt sich als etwas ganz anderes.
Es ist Freitag und ich besuche für einen zweitägigen Praktikumsversuch den Reinraum des Minatec CIME.
Vor mir liegen 16 Stunden Arbeit in einem Reinraum der Klasse 100 (entspricht maximal 100 0,5 µm großen Staubteilchen pro "Kubikfuß", das sind etwa 3,5 Partikel pro Liter Luft). Ein Traum also für Ausstauballergiker.

Auf der anderen Seite: So recht gemütlich ist das, was wir anziehen müssen, um den Raum so sauber zu halten, nicht gerade gemütliche Wochenendkleidung. Beim Eintreten tritt man auf Klebematten, die den groben Staub entfernen. Dann werden Plastiksäckchen über die Schuhe gezogen.
Nun darf man über einen Mauersims steigen und sich weiter anziehen. Zunächst Latex-Handschuhe, ein Haarnetz und Mundschutz. Dann kommt der Ganzkörperanzug. Schließlich zieht man Überschuhe an, setzt die Kaputze des Anzuges auf, knöpft ihn bis zum Kinn zu und zieht seine Schutzbrille auf.





So angezogen verliert man weder Hautschuppen noch hinterlässt man Fingerabdrücke. So kommt es, dass auf den Glastüren, den Edelstahltischen und -ablagen und sämtlichen Apparaturen nicht ein einziger Fettfleck zu sehen ist. Hinter den Maschinen: Kein Staub. Man könnte vom Boden essen, wenn es erlaubt wäre, Essen mit in den Raum zu bringen.

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Heimfahrt über Umwege oder wie zu viel Schotter der DB zu schaffen macht...

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Friday, December 19. 2008
Grenoble
Da könnt ich mich schon wieder aufregen! Meine Güte, was für ein Umstand!

Was ist passiert? Ich packe heut morgen meine Sachen, überprüfe, ob ich für die Heimfahrt auch alles dabei habe. Fahrkarte? Jepp, eingepackt. Carte 12-25? Mmmm, das wird ja wohl die blaue Checkkarte sein, die ich im Portemonnaie habe. Koffer? Klamotten? Bin ich angezogen? Ja, ja, ja, alles klar. Es kann losgehen.

Ich fahre für einen letzten cours an die Uni; eine Englischstunde, ganz weihnachtlich mit Weihnachtsübungsblättern und so. Na gut, danach ins Resto-U und noch schnell was Essen und dann weiter zum gerade mal 500m entfernten Bahnhof. Der perfekte Ferienbeginn.

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Alles Roger!

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Saturday, November 29. 2008
Grenoble
Es klingelt. Ich gehe ans Handy. "Allô?" - "Allô? Roger? C'est toi?", antwortet die Stimme einer älteren Dame.
Mmmm. Das gibt mir zu denken. Ich sage ihr, dass sie sich da wohl in der Nummer geirrt haben muss, und sie entschuldigt sich.
Die Erlebnisse werden in letzter Zeit immer subtiler, immer mehr wird Alltag. Deswegen wird es auch immer schwieriger so Bestsellerlisten-Stürmer wie "Das mache ich jetzt alles mit links" oder "La mafia téléphonique" zu schreiben. Aber das hält mich natürlich nicht ab, eine wirre folge kurioser bis befremdlicher Erlebnisse niederzuschreiben.

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