Die Krux mit der Reise

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Wednesday, July 8. 2009
Strasbourg
Mann, bin ich gestresst! Und warum? Weil ich auf die aberwitzige Idee kam, wo ich schonmal in Strasbourg bin, doch gleich nen Besuch der FES Hochschulgruppen im Rhein-Main-Gebiet beim EU-Parlament zu organisieren.

Was mir da noch nicht klar war: Eine Reise organisieren sagt der Laie. Der Fachmann spricht von einem multivariaten, nichtlinearen, chaotischen, transienten System, das dementsprechen mehrere, von den Einflussgrößen abhängige Arbeitspunkte hat und dazu neigt im Zeitverlauf (transient) stark zu schwanken. Oh, das kenn ich. Nennt sich auch Leben, Studium oder Betrunkener (zumindest das mit dem Schwanken).

Als ich heute heimkam, war ich dementsprechend am Boden. Ich packe meine Wäsche zusammen und gehe zum Waschsalon auf der anderen Straßenseite. Zwei Säcke sind es, so wenig Priorität habe ich meiner Wäsche zugestanden. Ich wage ein Experiment: Wäsche in die Maschine und dann versuchen, einkaufen zu gehen. Wie viel Zeit habe ich? Halbe Stunde. Ich sage nicht "Yes, I can", ich sage "Gut, das ist möglich", ist eh viel realistischer.

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Einmal Europa und zurück

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Wednesday, April 22. 2009
Grenoble
Reisen. Manchmal frage ich mich, warum ich reise. Zum Beispiel: Jeden Morgen in diesem Frühling habe ich auf der Reise von meiner Résidence zur Ecole ein zweites Frühstück. Eine gute Million Mückenviecher hält sich auf den Radwegen auf. Keine Ahnung warum. Vielleicht, weil es da so schön schattig ist. Oder vielleicht sind sie Fans der Tour de France, Radsportfreaks. Und so wollen sie den Radfahrern so nah sein wie möglich: In der Nase, im Auge, im Mund und in den Ohren.

Also, warum reise ich?
Vielleicht, um erzählen zu können. Zum Beispiel von Bonn.



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