Einmal Europa und zurück

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Wednesday, April 22. 2009
Grenoble
Reisen. Manchmal frage ich mich, warum ich reise. Zum Beispiel: Jeden Morgen in diesem Frühling habe ich auf der Reise von meiner Résidence zur Ecole ein zweites Frühstück. Eine gute Million Mückenviecher hält sich auf den Radwegen auf. Keine Ahnung warum. Vielleicht, weil es da so schön schattig ist. Oder vielleicht sind sie Fans der Tour de France, Radsportfreaks. Und so wollen sie den Radfahrern so nah sein wie möglich: In der Nase, im Auge, im Mund und in den Ohren.

Also, warum reise ich?
Vielleicht, um erzählen zu können. Zum Beispiel von Bonn.



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Blick zurück: Ein bewegter Februar geht zuende

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Saturday, February 28. 2009
Grenoble
Tja, ich hab ja lange nichts generelles mehr geschrieben. Aber jetzt ist es soweit. Anlässlich des baldigen Ablebens des Februars 2009 (der Arme, hatte so ein kurzes Leben, Pfui Gregorianischer Kalender!) blicke ich zurück auf den mit etwa 2500 zurückgelegten Kilometern vermutlich geografisch längsten Monat seit langem.

Heureka, die Klausuren sind vorbei! Besser kann ein Monat gar nicht anfangen. Nach fünf Klausuren in drei Tagen Ende Januar hat man auch keine Lust mehr. Aber so ist selbst der vollgepackte Stundenplan wie Ferien. Und die Sonne, die rauskommt, als wir nach den dunklen Wolken der Quantenphysik-Prüfung aus dem Gebäude auf den Rasen davor gehen, sagt: Egal, wie sehr das Wasserstoffmolekül gezeigt hat, dass du die Q-Physik nicht verstanden hast, es ist vorbei.


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Heimfahrt über Umwege oder wie zu viel Schotter der DB zu schaffen macht...

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Friday, December 19. 2008
Grenoble
Da könnt ich mich schon wieder aufregen! Meine Güte, was für ein Umstand!

Was ist passiert? Ich packe heut morgen meine Sachen, überprüfe, ob ich für die Heimfahrt auch alles dabei habe. Fahrkarte? Jepp, eingepackt. Carte 12-25? Mmmm, das wird ja wohl die blaue Checkkarte sein, die ich im Portemonnaie habe. Koffer? Klamotten? Bin ich angezogen? Ja, ja, ja, alles klar. Es kann losgehen.

Ich fahre für einen letzten cours an die Uni; eine Englischstunde, ganz weihnachtlich mit Weihnachtsübungsblättern und so. Na gut, danach ins Resto-U und noch schnell was Essen und dann weiter zum gerade mal 500m entfernten Bahnhof. Der perfekte Ferienbeginn.

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Alles Roger!

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Saturday, November 29. 2008
Grenoble
Es klingelt. Ich gehe ans Handy. "Allô?" - "Allô? Roger? C'est toi?", antwortet die Stimme einer älteren Dame.
Mmmm. Das gibt mir zu denken. Ich sage ihr, dass sie sich da wohl in der Nummer geirrt haben muss, und sie entschuldigt sich.
Die Erlebnisse werden in letzter Zeit immer subtiler, immer mehr wird Alltag. Deswegen wird es auch immer schwieriger so Bestsellerlisten-Stürmer wie "Das mache ich jetzt alles mit links" oder "La mafia téléphonique" zu schreiben. Aber das hält mich natürlich nicht ab, eine wirre folge kurioser bis befremdlicher Erlebnisse niederzuschreiben.

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