Britische Banken

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Saturday, March 20. 2010
Southampton
Well, well ... erfahren im Ausland wie ich nun mal bin, hatte ich mich gleich am ersten Wochenende in Southampton nach einem Bankkonto erkundigt. Während man früher vielleicht mal ein Pferd oder einen Sack Gold zum Reisen brauchte, ist es heute eher ein Bankkonto plus Bankkarte. Sie haben uns! In ihrer Tasche haben sie uns, die Banken. Dass sie einen in Großbritannien noch tiefer in der Tasche haben als in Europa, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.

"You will need to bring a statement of your former bank with your address on it", sagte die Mitarbeiterin der Bank, bei der ich mit meinem Vater aufschlug. Statement? Eine Erklärung? Alles klar, da rufe ich bei meiner Bank an, die machen mir das bestimmt fertig.

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The crazy Radtour

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Sunday, March 7. 2010
Southampton
So habe ich mich also aufs Rad gesetzt, mit dem Vorsatz, die Gegend gen Westen zu erkunden.
Ich schlage die Richtung zum Southampton Common, dem großen Stadtpark, ein ... und verliere die Orientierung.
Nach kurzem links und rechts Abbiegen finde ich mich auf der Bassett Avenue in Richtung meines Arbeitsplatzes wieder. Mist. Die Arbeit verfolgt mich sogar am Sonntag.

Also entscheide ich mich, von dort ganz knallhart nach Norden weiter zu fahren und komme nach Romsey.


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Die Krux mit der Reise

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Wednesday, July 8. 2009
Strasbourg
Mann, bin ich gestresst! Und warum? Weil ich auf die aberwitzige Idee kam, wo ich schonmal in Strasbourg bin, doch gleich nen Besuch der FES Hochschulgruppen im Rhein-Main-Gebiet beim EU-Parlament zu organisieren.

Was mir da noch nicht klar war: Eine Reise organisieren sagt der Laie. Der Fachmann spricht von einem multivariaten, nichtlinearen, chaotischen, transienten System, das dementsprechen mehrere, von den Einflussgrößen abhängige Arbeitspunkte hat und dazu neigt im Zeitverlauf (transient) stark zu schwanken. Oh, das kenn ich. Nennt sich auch Leben, Studium oder Betrunkener (zumindest das mit dem Schwanken).

Als ich heute heimkam, war ich dementsprechend am Boden. Ich packe meine Wäsche zusammen und gehe zum Waschsalon auf der anderen Straßenseite. Zwei Säcke sind es, so wenig Priorität habe ich meiner Wäsche zugestanden. Ich wage ein Experiment: Wäsche in die Maschine und dann versuchen, einkaufen zu gehen. Wie viel Zeit habe ich? Halbe Stunde. Ich sage nicht "Yes, I can", ich sage "Gut, das ist möglich", ist eh viel realistischer.

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Packen

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Friday, May 29. 2009
Grenoble
Verdammt, da muss sich doch jemand geirrt haben: Wie kann denn Materie so schwer sein??? Und das ganz ohne Dunkle Materie. Lediglich Bettwäsche, Klamotten und Kleinkram! Sollte man den Astronomen mal vorschlagen? Warum expandiert das Universum so langsam? Klar: Socken! Und warum klumpt Materie zu Galaxien zusammen? Klar Bettwäsche! Und warum expandiert es trotzdem? Weil es den Scheiß loswerden will! Es rennt weg!

So. Damit wäre das also geklärt: Das Universum ist ein Messy und vermutlich nicht gerade stolz drauf. Also nicht weitersagen.

Und wie kam ich da jetzt drauf? Ach ja: Heut gehts heimwärts. Mit dem Bus, einem etwa zwei Tonnen schweren Koffer (ich nenne ihn wohl ab jetzt den Container) und mir selbstverfreilich.





Also heißt es Tschüssagen und den Blick nach Strasbourg lenken. Ein letzter Blick auf das Vollbrachte der letzten Woche (wohl so um die 300 Seiten) und zu den Tönen von Peter Fox und Tomte geht es dann los.





Ein Blick auf den Pool und danke für die Zeit! Es ist zwar nicht New York (Stadt mit Loch) sondern Grenoble (Stadt im Loch), aber wie passend das Lied doch ist.

... Und der Wind steht gut,
denn es ist nicht zu spät.
Ich habe ein Gespür entwickelt,
wie gut es mir geht.
Oh, ein Kuss auf die Stirn
und danke für die Stunden.
Man fühlt sich, als habe man
die Liebe erfunden.
Ich will Dich treffen,
wo es am schönsten war,
ich will Dich treffen
in zehntausend Jahren
am Reservoir.

-- Tomte - New York

Vorbei, finit, done!

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Thursday, May 28. 2009
Grenoble
Oh, wie ist das schön: Nach Hause zu fahren, in dem Wissen, dass in diesem Monat keine Prüfung mehr ansteht. Oh, was? Der Monat hat nur noch drei Tage? Egal! Denn nächsten Monat sind auch keine Prüfungen mehr und den danach auch nicht... es sei denn: Rattrapage. Also mal Daumendrücken und schauen, dass ich nicht Ende Juni ne Zwangsunterbrechung meines Praktikums machen muss, um die nervigsten Klausuren nochmal schreiben zu dürfen.

Wie soll man da Motivation aufbauen???

Egal. Jetzt ist erstmal Sommer und morgen gehts in heimische Gefilde. Von Straßburg dann mehr.

Einmal Europa und zurück

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Wednesday, April 22. 2009
Grenoble
Reisen. Manchmal frage ich mich, warum ich reise. Zum Beispiel: Jeden Morgen in diesem Frühling habe ich auf der Reise von meiner Résidence zur Ecole ein zweites Frühstück. Eine gute Million Mückenviecher hält sich auf den Radwegen auf. Keine Ahnung warum. Vielleicht, weil es da so schön schattig ist. Oder vielleicht sind sie Fans der Tour de France, Radsportfreaks. Und so wollen sie den Radfahrern so nah sein wie möglich: In der Nase, im Auge, im Mund und in den Ohren.

Also, warum reise ich?
Vielleicht, um erzählen zu können. Zum Beispiel von Bonn.



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Besançon

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Saturday, March 21. 2009
Grenoble
Du meine Güte ist 7:44 Uhr an einem Sonntag früh. Und das beste: Das ist nicht die Zeit, zu der ich am Bansteig sein muss, sondern nur die, die auf der Fahrkarte steht. Beim Blick auf die Anzeigetafel im Bahnhof fällt nämlich auf: Der Zug ist schon für 7:41 Uhr angezeigt. Mal gut, dass ich mit dem Fahrrad gefahren und überpünktlich angekommen bin. Nur 4 Stunden im Zug trennen mich von Besançon an diesem Morgen in Grenoble.

Ich sollte wohl häufiger Zugfahren, denn hier bringe ich mein Praktikumsheft in Ordnung und lese so viel in meinen Unterlagen wie sonst in einer ganzen Woche nicht. Zumindest dem Gefühl nach ;)

Angekommen in Besançon treffe ich Anna am Bahnhof. Sie ist seit Februar in Dijon, was ja im Vergleich zu meiner Reise nur einen Katzensprung von etwa einer Stunde mit der Bimmelbahn entfernt liegt. Da Josephine noch nicht da ist, suchen wir erstmal ein Café. Das vom Bahnhofsausgang aus gesehen erste Café entpuppt sich als schummrig und ausgestorben. Wenig sympatisch also, aber ebenso drehen wir uns auf der Schwelle rum und gehen wieder. Mann, hat die Bedienung komisch geschaut...



Mit der Tür im Rücken kann man nun das Café im Bahnhof sehen. Viel sympatischer komischerweise. Naja. Während wir über alte und Studienzeiten sprechen, taucht endlich Josephine auf. Sie hat es von Göttingen hierher verschlagen, es ist aber ihr letztes Wochenende.

Und so machen wir uns auf in die Stadt. Vorbei an viel Grün (das fehlt mir so in Grenoble, sogar die Berge sind grau...) an den Fluss Doubs. Es wirkt alles ein bisschen verschlafen, aber es ist Sonntag und noch nicht Sommer. Wer weiß, wie es da sonst ausschaut.

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