Blick zurück: Ein bewegter Februar geht zuende

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Saturday, February 28. 2009
Grenoble
Tja, ich hab ja lange nichts generelles mehr geschrieben. Aber jetzt ist es soweit. Anlässlich des baldigen Ablebens des Februars 2009 (der Arme, hatte so ein kurzes Leben, Pfui Gregorianischer Kalender!) blicke ich zurück auf den mit etwa 2500 zurückgelegten Kilometern vermutlich geografisch längsten Monat seit langem.

Heureka, die Klausuren sind vorbei! Besser kann ein Monat gar nicht anfangen. Nach fünf Klausuren in drei Tagen Ende Januar hat man auch keine Lust mehr. Aber so ist selbst der vollgepackte Stundenplan wie Ferien. Und die Sonne, die rauskommt, als wir nach den dunklen Wolken der Quantenphysik-Prüfung aus dem Gebäude auf den Rasen davor gehen, sagt: Egal, wie sehr das Wasserstoffmolekül gezeigt hat, dass du die Q-Physik nicht verstanden hast, es ist vorbei.


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Heimfahrt über Umwege oder wie zu viel Schotter der DB zu schaffen macht...

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Friday, December 19. 2008
Grenoble
Da könnt ich mich schon wieder aufregen! Meine Güte, was für ein Umstand!

Was ist passiert? Ich packe heut morgen meine Sachen, überprüfe, ob ich für die Heimfahrt auch alles dabei habe. Fahrkarte? Jepp, eingepackt. Carte 12-25? Mmmm, das wird ja wohl die blaue Checkkarte sein, die ich im Portemonnaie habe. Koffer? Klamotten? Bin ich angezogen? Ja, ja, ja, alles klar. Es kann losgehen.

Ich fahre für einen letzten cours an die Uni; eine Englischstunde, ganz weihnachtlich mit Weihnachtsübungsblättern und so. Na gut, danach ins Resto-U und noch schnell was Essen und dann weiter zum gerade mal 500m entfernten Bahnhof. Der perfekte Ferienbeginn.

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... zurück in die Sonne

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Monday, November 3. 2008
Grenoble
Frankfurt am Main, 10:05 Uhr, Gleis 6. Die Türen des ICE schließen sich und wieder stehen sieben Wochen Fernbeziehung vor mir. Aber ich habe mir viel vorgenommen für die Fahrt. Um Abstand zu gewinnen und danach, zu Weihnachten, viel erzählen zu haben: Die Voralpen bei Bern fotografieren! Den Genfer See fotografieren! Fotografieren, fotografieren, fotografieren.

Aber natürlich sitze ich auf der falschen Seite im Zug oder lese, während die schönsten Landschaften an mir vorbeiziehen. Vielleicht wäre der Studienabschluss die richtige Gelegenheit die ganze Tour mal statt mit dem Zug, mit dem Fahrrad zu machen. Ich hoffe, ich denke bei gegebener Zeit daran.

Und wieder in Grenoble. Irgendwie ist es daheim -- und auch wieder nicht. Denn daheim ist für mich halt doch einfach Südhessen.

Der TER aus Genève kommt mit einigen Minuten Verspätung im stockdusteren Grenoble an. Verdammte Zeitumstellung. Mit mir strömen gefühlte Millionen von Studis durch die Unterführung in Richtung Straßenbahn. Bewaffnet mit Ski und Rucksäcken, bereit, den Alpen die Herrschaft abzuringen.

Und ich? Bewaffnet mit Dreckwäsche, Crème Brûlée Brenner, neuer Digitalkamera und Gitarre. Bereit ... ja, ähm, Gletscher anzusengen und anschließend ein Lied darüber zu trällern. Vielleicht ist es doch nicht ganz so visionär. ;)

Aber das Wetter hat sich merklich gebessert: War es vor einer Woche noch britisch, ist es nun bedeckt bis heiter. Ein bisschen wie ich. Der Erfolg, es acht Wochen ausgehalten zu haben und in einer Woche Urlaub zu erkennen, dass einiges besser läuft als befürchtet, macht mich heiter. Wieder alleine herzufahren, macht mich ein bisschen bedeckt.

Die Bergspitzen sind eingeschneit und irgendwie schreit es nach Winter, aber der Anblick ist etwas ganz Neues. Herbstlich bunte Bäume vor weißen Bergspitzen. Die Sonne scheint durch die lockere Bewölkung und blendet. Herrlich.

Getrübt wird dieser Montag morgen wie immer nur von der BWL-Dozentin, die mit ihrem zukunftsweisenden Foliendesign (Schrift in deckenden Farbtönen auf grauem Hintergrund...) und einer mittleren Wörterdichte von 300 Wörtern/Folie mal wieder alle Regeln guten Vortragens reißt.
Aber hey: Ich spiele beim 120 Minuten sitzend Schlafen in der Weltliga mit. Also was soll's :)

Das Unileben hat mich wieder ... und es macht irgendwie immer noch Spaß.

Los gehts aus dem Nebel...

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Saturday, October 25. 2008
Grenoble
... in eine strahlende Zukunft ... naja, keine Ahnung, wie das Wetter in Darmstadt ist, aber jetzt geht es jedenfalls in Urlaub. Eine Woche nach Hause ins gute alte Hessen :) Und wenn ich wieder fahre, ist vielleicht auch die politische Realität etwas ansprechender als jetzt noch.



Und in diesen Minuten des (zeitweisen) Abschieds fällt mir auf, dass einiges, was ich hier geschrieben habe, doch nicht so schlimm ist.
Die SNCF verschickt doch richtige "Karten" an ihre Carte-douze-vingtcinq-Kunden, Kondome kosten nach meinen gestrigen Recherchen wohl doch nicht 1,79 € für 12 Stück (jedenfalls nicht im Géant Casino, da muss ich wohl doch nochmal in der Innenstadt schauen) und auf Partys sind Franzosen definitiv nicht nur am Weinsaufen (letzteres habe ich nie behauptet, bin aber mit diesem Vorurteil von einem Doppeldiplomer beschickt worden, der dieses Jahr zurückgekommen ist und nun promoviert -- ja, wir wissen, von wem ich rede :) aber der war ja auch mit den Infen bei der ENSIMAG... die sind in der Tat etwas komisch, wie ich festgestellt habe... aber welche Informatiker sind das nicht).

So und nun hoffe ich auf eine entspannte Fahrt, keine Staus und "guteres" Wetter im Rhein-Main-Gebiet.

Wenn einer eine Reise tut...

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Friday, August 22. 2008
Grenoble
... beginnt's erstmal mit Tränen. Ja, irgenwie hat's mich dann doch überrascht, wie schnell das alles
mit Grenoble gegangen ist.
Erst auf dem Bahnsteig in Frankfurt merk ich so richtig, dass es jetzt heißt Abschied zu nehmen...
Mit einem Monster von einem Koffer versperre ich die Eingangstür und will eigentlich gar nicht einsteigen. Da ist das Gefühl, so plötzlich, wie sonst nur auf ner kurzen Reise, alles hinter sich lassen zu müssen. Und dann ist die Tür zu und alles bleibt zurück und wird immer kleiner.


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